Unsere Branche hat nicht gerade den Ruf die Innovativste oder technologisch Fortgeschrittenste zu sein. In der Regel sind wir in diesen Dingen gefühlte sechs Jahre hinterher. Ist dieses Verhalten noch tragfähig?

Ist über dieses Thema nicht schon alles gesagt oder geschrieben worden. Schreiben hier die Arbeitgeber eine andere Geschichte. Lebt die HR-Branche in einer vakuumierten Parallelwelt? Geht uns das alles nichts an oder geht gerade UNS das was an?

Unsere Branche hat nicht gerade den Ruf die Innovativste oder technologisch Fortgeschrittenste zu sein. In der Regel sind wir in diesen Dingen gefühlte sechs Jahre hinterher. An dieser Stelle sollte man sich doch Grundsätzlich mal die Frage stellen, ob die verstaubte Denke so überhaupt noch tragfähig ist und ob nicht mehr Mut angereichert durch ein wenig mehr Haltung einiges mehr an positiver Wirkung bringen könnte. Um die Antwort vorweg zu nehmen: Ja.

Mir wäre es zu peinlich in diesem Artikel anhand von Zahlen und Fakten die mobile Nutzung der Generation Y zu belegen. Zahlen braucht es dazu wirklich nicht. Wer ein qualifiziertes Bild der Jugendlichen und Heranwachsenden benötigt, dem sei geraten mal z.B. den Weg zur Arbeit nicht wie gewohnt mit dem Auto, sondern den öffentlichen Verkehrsmittel zu bestreiten. Dann lasse man die Blicke einfach mal von links nach rechts schweifen. Bingo. Da sind sie nämlich alle, die Schüler, Azubis und Studenten. Da steht sie, unsere Zielgruppe. Die Menschen, die wir so händeringend suchen und wollen. Diejenigen, die angeblich so anders sind, dass wir, die Employer Branding Interessierten, unseren ganzen Arbeitsalltag umkrempeln.

Ich verlange noch nicht einmal, dass Sie mit den jungen Leuten, in dieser Situation, den Dialog suchen sollten. Alleine aber die Beobachtung führt schon zu herausragenden Ergebnissen. Ja, die Generation Y ist in Besitz von Smartphones. Punkt. Und ja, sie benützen sie sogar. Unentwegt und ausgiebig. Sie hören Musik, schreiben über WhatsApp und siehe da, gehen damit sogar ins Internet – und dass sogar während sie mit Ihren Freunden über die Dinge des Alltags reden. Gleichzeitig. Phantastisch. Eine selbstverständliche, intuitive Nutzung die ihre Finger in beneidenswerter Art und Weise über den Touchscreen „sliden“ lässt. Und siehe da, für den Freund oder die Freundin, den Gesprächspartner ist es so in Ordnung, sogar normal.

Und während andere Leute sich darüber echauffieren, sollten wir beobachten und Gefallen daran finden. Nur so können wir verstehen und uns emotional aber auch technisch den aktuellen und zukünftigen Gegebenheiten nähern und in den Dialog treten, ohne das wir ihn aktiv eröffnen müssen. Nicht zu dem Zeitpunkt und mit den Mitteln, die wir für richtig halten. Sondern zu dem Zeitpunkt und mit den Mitteln, die unsere Zielgruppe für angebracht hält.

Ein Blick in die greifbare Zukunft sagt uns einen selbstverständlichen Umgang mit digitale Brillen und Uhren mit Smartphone-Funktionen voraus. Wie, das hat keine Zukunft? Oder hat es keine Zukunft so zu denken? Entscheiden Sie.